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Rubber-Wood oder Hevea-Holz.
Unsere Meinung zu
diesem Billigimportholz aus Fernost.
Nachdem der Raubbau am Teakholz vor allem aus thailändischen und
malaysischen Urwäldern auf internationalen Druck massiv eingeschränkt
und praktisch ein Exportstopp für Teakholz verhängt wurde,
sind die dortigen Produzenten auf das billige und in grossen Mengen
als Abfall anfallende Rubberwood umgestiegen.
Rubberwood gilt gemeinhin als unbedenklich da es Plantagenholz ist
und ohnehin in grossen Mengen so zu sagen als Abfallprodukt der Latexindustrie
anfällt.
Trotzdem muss man wissen wie die Produkte aus diesem Holz hergestellt
werden und wie sie zu uns kommen.
Plantagenholz
Um der grossen Nachfrage
nach Naturkautschuk nachzukommen, werden riesige Urwaldgebiete abgebrannt
(Brandrodung) und in Monokulturen mit Gummibäumen umgewandelt.
Diese Plantagen werden mit Herbiziden und Insektiziden behandelt
und zur Beschleunigung des Wachstums der Bäume mit grossen Mengen
Kunstdünger gedüngt, denn die Böden auf denen früher
Regenwald stand haben nur eine sehr dünne Humusschicht und sind
eigentlich für Plantagen nicht geeignet. Das Produkt das gewonnen
wird ist der Saft der Bäume, die Latexmilch. Wenn die Bäume
nach einer bestimmten Ertragszeit keinen Saft mehr produzieren, werden
diese gefällt um neuen Anpflanzungen Platz zu machen. Dieses
Holz, das durch und durch kontaminiert ist, müsste nach den
strengen europäischen Umweltgesetzen eigentlich als Sondermüll
verbrannt werden. Nicht so in diesen Ländern.
Verarbeitung
von Rubberwood
Die relativ dünnen
Stämme der "Gummibäume" werden in Sägereien
zu Brettern und Kanthölzern aufgetrennt und wie anderes Holz
auch, zur Weiterverarbeitung den Herstellern zugeführt. Die
meist schmalen Stücke müssen zu bearbeitbaren Grössen
mehrmals verleimt werden. Der verwendete Leim wird von niemandem
wie .z.B. in Europa und auf seine Toxizität kontrolliert. Die
Hersteller sind sehr arme, ländliche Familienbetriebe in denen
Kinder bereits ab 5 Jahren tatkräftig mitarbeiten müssen.
Die Bearbeitung geschieht mit einfachsten Holzbearbeitungsmaschinen
ohne Staub oder Spanabzug, die Arbeiter, Frauen und Kinder tragen
keine Schutzmasken obwohl der Säge- und Schleifstaub toxische
Inhalte hat und giftig ist, Asthma, Staublungen, Hautausschläge,
Schleimhautentzündungen, gerötete Augen usw. sind bei diesen
Arbeitern
"ganz normal" und auffallend häufig anzutreffen.
Lackierung
Weil das Rubberwood
im Rohzustand eine unansehnliche Farbe hat und so nicht verkauft
werden könnte müssen die Fertigteile lackiert werden, erst
dadurch kommt die Maserung und eine schöne Braunfärbung
zur Geltung. Die Lackierung geschieht natürlich wie immer in
den Entwicklungsländern ohne jegliche Schutz- oder Abzugsvorrichtungen
und wird mit Nitrolacken ausgeführt. Teller werden z.B. von
Kindern mit lackgetränkten Lappen abgerieben. Dass die Kinder
unter den ständigen Nitrodämpfen leiden und geistig verkrüppeln
stört offenbar niemand.
Bezahlung
Die Hersteller werden
nach Stück bezahlt, für einem Schneideteller, der in unseren
Geschäften für rund Fr. 5.00 angeboten wird, erhält
er umgerechnet etwa 2 Rappen, Holz und Verbrauchsmaterialien werden
vom Produzent angeliefert.
Transport
Ein grosse Anzahl
Zwischenhändler sind mit der Verteilung des Rohmaterials und
der Einsammlung der Fertigteile beschäftigt, sie legen mit ihren
Lastwagen und sonstigen Fahrzeugen riesige Strecken zurück.
Die fertigen Teile gelangen alsdann per Seefracht auf Containerschiffen
zu uns. Ein Teller aus Rubberwood hat also bis er bei uns zu Hause
seine Endbestimmung erreicht, rund 20'000 km zurückgelegt. Und
das Ganze nur, damit er dann rund Fr. 2.00 billiger im Verkaufsregal
steht als der europäische Ahornteller, und diesen natürlich
damit verdrängt.
Gewinn
Wer profitiert denn
nun an diesem Handel? Die Hersteller und Verteiler können kaum
davon Leben und nehmen hohe gesundheitliche Risiken in Kauf. Den
grossen Gewinn in diesem Geschäft machen die Produzenten und
Exporteure oftmals dieselbe Firma die das Latex produziert. Es lebe
die Globalisierung !
Wir meinen, objektiv betrachtet, Rubberwood ist alles andere als unbedenklich,
von dieser Art Geschäft distanzieren wir uns ganz entschieden.
Dieses Holz führen wir nicht in unserem Sortiment.
Globalisierung
Meine persönliche
Ansicht zur Globalisierung:
Die
Globalisierung ist erst erreicht, wenn der hinterste und letzte
Arbeiter auf der ganzen Welt für dieselbe Arbeit denselben
Lohn erhält.
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